Exkursion nach Dachau

Als wir im Arbeitslager in Dachau ankamen, liefen wir durch ein Tor mit der Aufschrift: „Arbeit macht frei“. Danach fanden wir uns auf dem Appellplatz wieder. Frau Gerlach erzählte uns einiges über den Alltag im KZ. Die Häftlinge mussten jeden Tag viele Stunden still stehen. Wer sich bewegte, wurde geschlagen oder erschossen. Als Testversuch mussten wir einige Minuten still stehen, alleine dies war anstrengend.

Direkt rechts neben uns war ein Kunstwerk mit dem Namen: „Im Zaun“ zu sehen.

Dies stand für die Leute, welche in den Zaun gerannt sind, um sich das Leben zu nehmen. Links neben uns waren noch die letzten beiden Baracken zu sehen, welche nicht abgerissen wurden.

Ursprünglich waren es 30 Baracken. Zeitweise waren bis zu 1000 Menschen in einer Baracke. Heute sind nur noch die Umrisse der restlichen Baracken erhalten, diese dienen als Gedenkstätte für die Hinterbliebenen. Auf der anderen Seite des Arbeitslagers waren Kirchen, die für alle Religionen standen, die hier umgebracht wurden. Links neben den Kirchen war eine Brücke die über einen Bach führte und zu den Verbrennungsöfen. Hier mussten einige Häftlinge ihre eigenen Freunde, Familien und Kameraden verbrennen. 

Daneben waren die Gaskammern die hinter dem Begriff "Brausebad" vertuscht wurden. Diese kamen nur testweise zum Einsatz. Die Kleidung Getöteten wurden desinfiziert.

Wir liefen wieder zurück zum Appellplatz und erfuhren etwas über die Zäune. Die Zäune waren mit Starkstrom ausgestattet. Jeder, der flüchten wollte, wurde erschossen, nur wenige überlebten. Viele begangen Selbstmord, um dem ein Ende zu setzen.

Von den Aussichtstürmen schossen die Wärter mit Maschinenpistolen auf die Häftlinge. Am Ende der Führung gingen wir noch in das Museum und erfuhren andere interessante Dinge, zusätzlich sahen wir noch einen Film.

Es herrschte eine bedrückende Stimmung, es setzte jedem zu auf einem Platz zu stehen, wo solch ein Verbrechen stattfand. Wir verhielten uns respektvoll und angemessen, weil dies einem Friedhof gleichkam.

So etwas darf nie wieder vorkommen, dass Menschen aufgrund ihrer Religion, Einstellung und Hautfarbe  so misshandelt werden.

Evelyn, Lara, Melisa, Jaqueline